Leitbild zum Strickmühlenmuseum

Sandkorn im Getriebe der Wegwerfgesellschaft sein


Situation der Verbraucher


Verbraucher sind zeitlich, finanziell und emotional belastet.

Verbraucher leisten die Arbeit der Händler und Hersteller: Informieren, Vergleichen, Zusammenstellen, Selbstbedienen, Testen, Bewerten, Werben, ...

Wegen schlecht durchdachter Produkte und ggf. einer geplanten Obsoleszenz sind Verbraucher ständig am Nachkaufen. Dadurch kauft man notgedrungen billig. Denn man will seine Güter vermehren und wird davon durch den unverhofften Zwang, Gekauftes schon wieder zu ersetzen, behindert.

Billig bedeutet meist: ein schlechtes Gewissen zu haben gegenüber dafür ausgebeuteten Menschen.

Billig bedeutet meist auch: viel zu hohe Umweltbelastung:

  • Produktion der Artikel und ihrer aufwändigen Verpackungen unter Ausbeutung wertvoller Rohstoffe
  • mit wertvollem Energieaufwand produziert,
  • weltweiter Versand mit weiterer Energie und - wie bei der Produktion - unter Ausstoß von Lärm und Dreck,
  • beim Verbraucher kommt ein unpraktisches Produkt an oder etwas Kleines daran geht vorschnell kaputt und
  • das Produkt vergrößert den Berg teuer abbaubaren Mülls. Dann beginnt der Kreislauf mit Nachkaufen in unserer Wegwerfgesellschaft von vorne.

Bei aller Globalisierung,
bei aller Angebotsvielfalt und
unter dem Druck, endlich Umweltmitverantwortung zu tragen,
fehlen kompetente Instanzen,

  • die Produkte untersuchen können,
  • gute Produkte identifizieren und
  • deren Verfügbarkeit, falls nötig, global fördern.
  • Instanzen, die über Kauf, Verwendung und Wartung dieser Produkte informieren.
  • Instanzen, bei denen die ungeschminkte Wahrheit geschrieben/gesagt wird, unabhängig
    • von Lobby
    • und Mainstream

Thesen


Durch die Informationen solcher Instanzen, können Verbraucher kompetenter einkaufen und ihr Gerät besser nutzen.

Sie können auf Händler einwirken, ihre Palette um gute Geräte zu erweitern. Geräte, die existieren, aber in den Sortimenten der Großhändler fehlen. Marktbeherrschende Großhändler brauchen noch viel Druck, um im 21. Jahrhundert anzukommen. Marken sollten sich nicht unverdient auf ihrem regionalen Territorium ausruhen können, sondern regionale Hersteller müssen durch die Globalisierung motiviert werden, Produkte zu verbessern.

Informierte Verbraucher verhindern, dass gute Geräte aufgrund von Unkenntnis der Produzenten, Händler und Medien etc. womöglich zugunsten schlechterer Geräte, vom Markt verschwinden.

Informierte Verbraucher können sich dafür einsetzen, dass ein Relaunch von Geräten ggf. auch wieder zurück genommen wird, falls dem Hersteller wichtige Infos bei der Neukonzeption gefehlt haben.

Nicht nur Händler, auch Hersteller müssen Verantwortung für ihre Produkte tragen. Es darf Herstellern nicht egal sein, wie die Verbraucher mit den Produkten zurecht kommen.
...

Das Thema genau Hinschauen und konsequent Handeln lässt sich von Experten fest umgrenzter Produktsorten völlig anderer Branchen ähnlich sinnvoll umsetzen.

Sinnvoll ist: zugunsten der Umwelt - nur gute Produkte herstellen!
Daran handfest mitwirken, halte ich für eine zeitgemäße, vorrangige Aufgabe - beispielsweise eines Museums.

Konzeption und Maßnahmen zum Betrieb des Strickmühlenmuseums

Faszination Strickmühle

  • Stricklieseln, Scheibenstricker und Strickmühlen faszinieren, weil sie so simpel sind.
  • Ihre Verwendung ist weitgehend konstitutions-, geschlechts- und altersunabhängig.
  • Strickmühlen sind ideal für die mobilen Menschen von heute.
    Denn im Vergleich zu Flachbettstrickmaschinen sind Strickmühlen
    • verhältnismäßig günstig,
    • brauchen wenig Platz
    • sind unkompliziert und
    • sofort einsatzbereit,

    um schnell das Zwischenprodukt herzustellen: Strickschnüre, Strickschläuche und -bahnen.

Die Kunst und lustvolle Herausforderung liegt nämlich erst im "freien Umgang" mit diesem Zwischenprodukt. Daraus lassen sich unendlich viele witzige, nützliche und schöne Dinge sowie anspruchsvolle Unikate kreieren. - Ein ausgesprochen genügsames Hobby, für das man nicht ständig Zubehör nachkaufen muss, sondern auch viele Reste attraktiv verwerten kann.

Zielgruppe


Der Mikrokosmos rund um Strickliesel, Strickmühle und Strickschnur ist ein kleines Paradies für

  • interessierte Verbraucher und Verbraucherinnen,
  • Handarbeitsfreunde und -freundinnen
  • Craftistas, Kunst- und Kulturschaffende
  • sowie Mitwirkende in sozialen Einrichtungen.

Exponate aus dem In- und Ausland

  • verschiedene Stricklieselformen, ca. seit 1930,
  • Scheibenstricker ab 1961,
  • und sämtliche Strickmühlenmodelle seit ca. 1976
  • Gerätschaften zur Weiterverarbeitung der Strickschnur.
  • Literatur zur Verwendung von Strickschnur, Strickschlauch und -bahn.


Der Bestand wird regelmäßig gepflegt, katalogisiert und erweitert.

Nicht nur zum Anschauen


Bei Führungen wird zum Ausprobieren eingeladen, um Aspekte der Ergonomie, Ökologie und Ökonomie zu erleben.
Denn auch Strickmühlen werden manchmal

  • "am Verbraucher vorbei" produziert (unergonomisch, unpraktisch),
  • mit falschen Beigaben und
  • mit fehlerhaften Gebrauchsanweisungen ausgestattet.


Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein kritischer Blick auf die Kurbel-Literatur aus Anwendersicht.

Ziele des Museumsbetriebes


Als Museumsbetreiberin liegt mir daran, das Wissen in unserer Gesellschaft um das Kulturgut “Strickmühle”

  • zu wahren,
  • zu erweitern und
  • mit verschiedenen Maßnahmen zu fördern.


Als informelle Basis soll das Strickmühlen-Museum mit KurbelArt-Galerie

  • die Verbraucherkompetenz fördern und damit die Umwelt entlasten;
  • sowie die Menschen unterstützen, selbst neues Kulturgut zu schaffen.

Museale Maßnahmen

  1. Betrieb und Pflege des Museums und der Treppenhausgalerie für Führungen zu fairen Preisen
  2. Angebote zu Geburtstagsworkshops
  3. Aktive Beteiligung zum World Wide Knit In Public Day, dem Internationalen Yarn Bombing Day und dem Internationalen Museumstag.
  4. Begründung und Ausformung der KurbelArt einem Bereich der bildenden (weniger der angewandten) Textilkunst, bei der u.a. Strickschnur verwendet wird.
  5. Aufbau, Betrieb und Pflege des Strickmühlenmuseums im WWW zur Vertiefung mit geballten Informationen und Videos zum Gebrauch der Strickmühlenmodelle, ihrer Wartung, des Umgangs mit Strickschnur, Strickschlauch und -Bahn, sowie der Weiterverarbeitung der Strickschnur und Anregungen für Selbstgemachtes.
  6. Ratgeber auf eBay
  7. Mitwirkung bei gf gutefrage.net, YAHOO! Clever und Strickmühlen&Co - Handarbeitsfrau.de
  8. Beteiligung in den sogenannten Sozialen Netzwerken: Twitter, Facebook, Pinterest, Youtube, Google+ Profil Kurbel Ursel und Google+ Seite "StrickMühlenMuseum & KurbelArtGalerie"
  9. Mitwirkung an der Weiterentwicklung der Internetkultur mit dem exemplarischen Thema "Strickmühlenmuseum" durch kritische Beobachtung und experimentelle Umsetzen von ggf. auch unpopulären Entscheidungen.

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Strickmühlen-Annahmestelle

Ihre Strickmühle ist kaputt und lässt sich nicht mehr reparieren? Bitte nicht weg werfen! Und schon gar nicht einem potentiellen Strickmühlenfan auf einer Handelsplattform unterjubeln.

Kurbelursel will fürs Museum noch irgend etwas Verrücktes daraus basteln.

Versand-Anschrift im Impressum.

Werbung

Danke fürs Nicht-Blockieren: Datenschutz